Case Kapazitätsplanung
11. Maschine geplant.
8 reichen.
Die Frage war, ob eine zusätzliche Maschine ausreicht - oder ob sogar eine zwölfte benötigt wird. Die Simulation führte zu einer ganz anderen Antwort.
Ausgangssituation
Mehr Leistung - also mehr Maschinen?
In einem Produktionsbereich waren zehn Maschinen im Einsatz. Um die geplante Leistungssteigerung zu erreichen, sollte eine elfte Maschine ergänzt werden.
Vor der Investitionsentscheidung stellte sich jedoch die Frage, ob diese zusätzliche Kapazität tatsächlich ausreichen würde - oder ob bereits eine zwölfte Maschine berücksichtigt werden müsste.
Eine Betrachtung der einzelnen Maschinenkapazitäten allein konnte diese Frage nicht zuverlässig beantworten. Entscheidend war das Zusammenspiel des gesamten Systems.
Die Fragestellung
Wie viele Maschinen werden wirklich benötigt?
Die ursprüngliche Frage war zunächst einfach:
Reichen elf Maschinen für die gewünschte Leistung - oder werden zwölf benötigt?
Mit der Simulation sollte untersucht werden, wie sich unterschiedliche Maschinenanzahlen auf die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems auswirken und wo der tatsächliche Engpass entsteht.
Das Vorgehen
Nicht nur Kapazitäten zählen, sondern Zusammenhänge untersuchen.
Im Simulationsmodell wurde das dynamische Zusammenspiel der Maschinen und ihrer Belegung abgebildet.
Dabei zeigte sich, dass die Anzahl der verfügbaren Maschinen allein nicht der entscheidende Faktor war. Besonders relevant war, wie Aufträge den Maschinen zugeordnet und die vorhandenen Kapazitäten genutzt wurden.
Damit änderte sich auch die zentrale Frage: Nicht mehr "Wie viele zusätzliche Maschinen brauchen wir?" sondern "Wie können die vorhandenen Maschinen besser eingesetzt werden?"
Die Entscheidende Erkenntnis
Nicht die Anzahl der Maschinen war der Engpass.
Die Maschinenbelegung und -zuordnung begrenzte die Leistung des Systems.
Das Ergebnis
Die gewünschte Leistung war mit 8 Maschinen erreichbar.
Durch eine angepasste Belegung und Zuordnung konnte die angestrebte Leistung nicht nur ohne die geplanten zusätzlichen Maschinen erreicht werden.
Die Simulation zeigte, dass dafür sogar acht Maschinen ausreichen.
Aus der ursprünglichen Entscheidung zwischen einer elften und einer zwölften Maschine wurde damit eine grundsätzlich andere Erkenntnis über das Produktionssystem.
Was dieser Case zeigt
Die richtige Antwort beginnt mit der richtigen Frage.
Simulation bestätigt nicht zwangsläufig eine bestehende Planung. Sie kann Annahmen sichtbar machen, Alternativen aufzeigen und damit die Entscheidungsgrundlage verändern.
In diesem Fall lag das größte Potential nicht in zusätzlicher Technik, sondern in einer besseren Nutzung der vorhandenen Kapazitäten.
Eine Investitionsentscheidung, bei der noch Fragen offen sind?
Wir schauen gemeinsam drauf, ob Simulation helfen kann, die Entscheidung belastbarer zu machen.